5. Therapiemöglichkeiten
c) Antivirale Therapie
Die antivirale Therapie von Herpes genitalis ist eine standardisierte und wirksame Methode. Das Medikament wird in Form von Tabletten verabreicht und stoppt die Vermehrung des HSV. Die Behandlung wirkt nur in der Frühphase der Infektion (wenn das Virus aktiv ist).
Die antivirale Behandlung kann:
Die Dauer der Herpes genitalis Schübe verkürzen und die schnelle Heilung fördern, falls die Therapie innerhalb von 12-24h nach Auftreten der Symptome begonnen wird.
Diese Behandlung wird als episodisch bezeichnet. Dabei wird die Dauer eines Schubes verkürzt und die Symptome gelindert. Die Therapie ist am wirksamsten, wenn die Tabletten gleich beim Auftreten der ersten Symptome eingenommen werden.
Die Anzahl schmerzhafter Schübe reduzieren bzw. vollständig eindämmen.
Diese Therapie nennt man Suppressionstherapie. Sollten die Schübe häufig und heftig auftreten (z.B. mehr als 6 Episoden jährlich) bzw. wenn die Schübe stark beeinträchtigen, ist die tägliche Einnahme antiviraler Medikamente über Monate zu empfehlen.
Eine Suppressionstherapie reduziert auch die Übertragung des Virus auf den nicht infizierten Sexualpartner.
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